”Ein wohlverdienter Ruhestand” 02
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Dem Spezialtrupp zu erklären, wo die Leichen lagen und daß nurmehr die Söldner in der Aula übrig waren, war zum Glück schnell erledigt, da es Profis wie er selbst waren und Gabriel den Offizier sogar kannte. Dann gab er ihnen noch die Schlüssel für die jeweiligen Besenkammern, lief wieder hoch in sennen Klassenraum und seufzte leise als er sah, wie Steven in Gedanken auf der Kante seines Schreibtisches saß. Also nahm Gabriel seine Halfter ab und legte sie mit den Waffen auf den Schreibtisch, ehe er vor den Coach trat und behutsam die Fingerspitzen an dessen Wange legte. "Alles in Ordnung ? Es besteht keine Gefahr mehr, der Trupp erledigt den Rest."
Der hatte noch zugesehen, wie der Schlankere die Waffen wieder ablegte und jetzt, wo er ihn so sanft berührte, beruhigte Steven sich etwas. „Ich hab nur wackelige Beine, deswegen lehnte ich mich hier an die Tischkante. Wenn ich mich ganz setze hab ich Angst, daß ich nimmer aufstehen kann. Das hier war, als wäre ich in einem der Actionfilme. Und ich brauche noch einen Moment.“
"Nimm dir den Moment auch, Steven - das muß für dich sehr stressig gewesen sein. Atme tief durch und denke einfach daran, daß unseren Schülern jetzt nichts mehr pasieren kann. Es ist so oder so bald vorbei, und dann können wir gehen. Möchtest du dann vielleicht mit mir mit ? Ich denke mal, du hast sehr viele Fragen ... und ich beantworte sie lieber bei mir Zuhause und nicht hier." Daß Steven seine leichte Berührung duldete, war ein gutes Zeichen und Gabriel hoffte, daß der Größere sich langsam beruhigte.
Das tat er auch - und er hielt sich an die Worte und atmete einige Male tief durch. Auch daß keinem der Schüler und deren Eltern etwas passiert war, beruhigte ihn ... denn es war seine größte Sorge gewesen. „Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich mit dir mitkommen. Ich hab wirklich einige Fragen und ich verspreche, ich werde keinem etwas erzählen. Ich halte auch immer mein Wort, deswegen war ich heute auch zu dir gekommen, um mit dir wegen dem Unterricht zu sprechen. Aber das dann auch später.“
Gabriel nickte nur und seufzte leise, als Steven den Unterricht ansprach. "Gut, wir reden auch darüber ... aber erst, wenn wir bei mir sind, ja ? Gut." Dann hörte man die lauten Stimmen der Spezialtruppe und einen Schuß, ehe wieder Kommandos zu hören war und das wütende Fluchen eines Mannes. "Ah, sie haben endlich die Aula gestürmt ... und wenigstens einen von ihnen gefangengenommen. Nur damit wir das Gleiche sagen: Wir haben hier oben über die Schüler geredet und waren deshalb nicht in der Aula, und haben uns dann in der Besenkammer versteckt, bis alles vorbei war. Und wissen von nichts. Die Spezialtruppe wird unsere Aussagen bekäftigen und wir werden auch nicht weiter behelligt werden, dafür sorgt der General."
Jetzt war Steven noch beruhigter, denn genau über das Thema hatte er eigentlich noch Fragen gehabt. „Gut, dann weiß ich Bescheid - und genau das wollte ich dich noch fragen.“ Jetzt sah man ihn die Erleichterung deutlich an, und er atmete tief durch.
Gabriel nickte nur und nahm erst jetzt seine Hand von dessen Wange, trat einen Schritt zurück und fluchte wieder leise, ehe er seinen Rucksack aus der Besenkammer holte und geübt schnell die Schalldämpfer, Pistolen, Halfter und Messer verstaute. Dann zog er seine Brille und sein Sacko wieder an und hob eine Braue. "Hast du deine Sachen noch im Lehrerzimmer ? Oder hast du Heute wegen der Aufführung nichts mit ?"
„Ich habe nichts mit, und bin hierher gelaufen. Ich wollte auch nur von weiter weg mit zusehen, deswegen trage ich jetzt auch keinen Anzug.“ Er trug sie ungern, aber er hatte einige Zuhause. Aber er hörte nun etwas auf dem Flur und atmete tief durch. Es war der Trupp, der nun das ganze Schulgebäude sicherte, und sie würden bestimmt auch gleich hier drin auftauchen.
Bevor sie in den Raum kamen hatte Gabriel noch zu Steven genickt und ihm ein leises "Dann nehme ich dich mit mir mit, Niemand wird Fragen stellen." zugewispert, ehe er dem Leutnant des Spzialtrupps zunickte, der ebenfalls nickte und dann mit seinen Leuten weiterlief. "Ich kenne Nick noch aus einem früheren Einsatz, das machte es einfacher ... er weiß um die Coverstory und untermauert sie. Wir gehen nun runter, während sie den Leichnam des Scharfschützen vom Dach und die Leichen aus der Kammer hhier im Stockwerk holen und gehen in die Aula ... und reden dort kurz mit der Polizei. Gut, daß du bekannt dafür bist, nur mit deinen Jungs lockerer zu sein und sonst nur zu brummen - tu es auch jetzt, ich rede und du stimmst mir zu, so geht es schneller."
„Damit hab ich kein Problem und das ist mir auch lieber so ... und danke.“ Steven war froh, daß Gabriel das übernehmen konnte ... denn er wußte zwar, was er nicht sagen sollte, aber er war trotzdem kein allzuguter Lügner. Wenn der Grünäugige sprach, würde es auf jeden Fall viel, viel schneller gehen, damit sie hier wegkonnten. Die Schule würde wahrscheinlich jetzt auch ein paar Tage geschlossen bleiben.
Gabriel nickte nur und lächelte noch einmal kurz, ehe er wieder ernst wurde, seinen Rucksack auf die Schulter nahm und ihnen vorging. Wie erwartet, hatte der Spezialtrupp schnelle Arbeit geleistet und so folgten sie ihnen nach unten, gingen in die Aula und Gabriel grüßte den Sheriff, der schon mit seinen Leuten alles aufnahm. Auch Nick kam und sprach mit dem Sheriff, der sich von Gabriel noch eine Bestätigung geben ließ und einen Termin ausmachte, damit er den Bericht auf der Wache unterschreiben sollte. Der Sheriff wußte schon, daß alles hier Top-Secret war und geheimgehalten werden mußte ... und deshalb würde es auch keine großen Ermittlungen geben. Der Senator wurde dann mit dem Trupp weggebracht und Gabriel verabschiedete sich vom Sheriff und den anderen Lehrern, ging zurück zu Steven und nickte kurz nach draußen. "Fahren wir ? Es ist alles erledigt."
„Uhm, ja - und ich hab den Anderen noch abgesagt. Sie boten mir ebenfalls an, mich zu fahren.“ Es war lieb von ihnen gewesen, aber sie hatten auch nichts dagegen ... denn sie hatten auch mit dem, was passiert war, teilweise psychologisch etwas zu kämpfen. Es war jetzt eh Chaos ... denn viele Eltern, die nicht hiergewesen waren, holten jetzt ihre Kinder ab und es wurde draußen langsam voller. Vor allem weil auch die Presse davon Wind bekommen hatte. „Ich denke, wir beeilen uns - ich mag nicht in die Presse.“
"Du kannst Gedanken lesen." Noch während er sprach, wande Gabriel sich schon ab und ging ihnen vor, schlug den Weg zu dem kleinen Nebenausgang für die Lehrer ein und nickte, als er die Türe öffnete und Niemanden sah. "Komm, ich habe gleich hier geparkt." Mit den Worten hielt er Steven die Türe auf und ging dann zu seinem unauffälligen Wagen, schloß ihn mit einem Druck auf den Schlüsselpieper auf und stieg schon ein, während der Größere auf die Beifahrerseite ging. Sobald Steven sich ebenfalls angeschnallt hatte, fuhr Gabriel vorsichtig aus dem Hinterhof, und schlug den Weg zu sich nach Hause ein. "Ich wohne etwas außerhalb, damit ich meine Ruhe habe und auch ungesehen trainieren kann ... wir brauchen noch etwa zehn Minuten, bis wir da sind."
Schon im Auto war Steven deutlich erleichtert und als er hörte, daß es etwas außerhalb war, lächelte er zum ersten Mal ein wenig. „Das klingt sehr gut - und die Zeit bis dahin ist für mich halb so wild. Ich bin nur froh, daß wir jetzt weg sind, und uns die Presse nicht erwischt.“ Allein das beruhigte ihn noch mehr, denn er hatte davon mehr als genug ... damit hatte er mehr Erfahrung, als ihm lieb war.
Ihm antwortete zunächst ein kurzes Nicken, während Gabriel in eine andere Straße abbog ... denn da er sich über alle Lehrer informiert hatte, wußte er auch von der Vergangenheit des ehemaligen Profifootballers. "Ja, die Geier von der Presse - schlimmer gehts kaum, vor allem weil hier so wenig los ist und sie sich auf alles stürzen. Aber auch das wird geregelt werden, da es ja um die Sicherheit geht. Ich denke, es wird so dargestellt, daß der Senator sich unerkannt unter das Volk mischen wollte - und sein unehelicher Sproß wird wahrscheinlich in ein Internat geschickt werden." Dann merkte Gabriel allerdings auf, als er das laute Knurren von Stevens Magen hörte, schmunzelte leise und nickte. "Und dafür kann ich auch sorgen - ich habe mir extra für heute Abend Steaks geholt, da diese Buffets der Schulen nicht unbedingt mein Fall sind."
Jetzt wurde Steven doch etwas dunkler auf den Wangen, denn sein Magen hatte ihn verraten. „Ich kann absolut nicht kochen ... gut, ein Rührei und was Leichtes schon, aber ich esse meist in der Schule oder in Teddis Diner.“ Dort aß er fast immer - denn es war sehr gut, nicht zu teuer und er wurde auch satt.
"Ja, davon habe ich schon gehört - ich selbst war noch nicht drin, denn es ist mir zu voll und ich habe ungern einen ungeschützten Rücken. Ich bin auch kein Sternekoch - aber ich kriege gesundes, sattmachendes Essen hin." Gerade seine instinktive Vorsicht hinderte ihn daran, sich in einem solchen Diner zu entspannen ... doch es wurde schon etwas besser. "Wir sind gleich da ... und ich werde nicht lange brauchen, um uns das Essen zuzubereiten."
„Uhm - das hat keine Eile, ich kann auch noch warten. Also ganz langsam angehen, und vielen Dank.“ Steven konnte schon verstehen, daß es Gabriel zu voll war - er selber hatte immer einen festen Platz und den bekam er auch, denn er war hier doch recht beliebt, auch wenn er oft brummig war. „Ich kann ja irgendwann mal ein Essen von Teddi’s Diner mitbringen. Aber das hat Zeit.“ Denn er konnte auch bestellen und es dann mitnehmen, und das tat er auch recht oft.
Als er das hörte, hob Gabriel eine Braue - doch dann schmunzelte er leise und bog den Weg zu seinem Grundstück ein, hielt vor dem Tor und drückte die Fernbedienung an seinem Schlüsselbund, so daß das Tor sich öffnete. Dann fuhr er hinein und schloß es hinter ihnen, so daß er zu seinem kleinen Haus fahren konnte. Als sie ankamen, hielt er davor und stieg aus, nickte, als auch Steven ausstieg und sperrte dann sein Haus auf, tippte den Code in die Alarmanlage ein und lächelte kurz, als der Coach die Türe hinter sich schloß. "Gehen wir in die Küche ? Dort können wir reden, während ich uns etwas zu essen koche."
„Uhm, gern.“ Steven zog seine Schule lieber aus und er bestaunte das schön eingerichtete Haus. Es war ein angenehmer Holzfußboden und auch wenn es modern aussah, war es warm und gemütlich. „Sehr, sehr schön hier.“ Scheinbar mochte Gabriel auch sehr gern Filme, denn im Wohnzimmer waren sehr viele Blurays zu sehen, und ein großer Fernseher.
Außerdem hatte Gabriel eine große Wand mit Büchern und auch viele CDs und Platten, die er sich oft auf seiner Stereoanlage anhörte, während er las. "Komm,, gehen wir in die Küche - da können wir uns besser unterhalten. Und dabei kochen - wir können es beide brauchen, was in den Magen zu bekommen."
„Gern - und ich kann auch noch helfen, irgendwas zu machen. Nebenher.“ Nur was konnte Steven nicht sagen und er ahnte, daß er nicht helfen mußte ... denn Gabriel war mit dem Messer sicher deutlich schneller als er, wenn Salat geschnitten werden mußte.
Doch anders als gedacht nickte der Schlankere und ging schon vor, nahm in der Küche ein Brett und legte es auf die Ablage, ehe er eine große Salatschüssel aus einem Kabinett nahm und sie danebenstellte. "Während ich die Steaks mache, kannst du dich um den Salat kümmern: Dort in der Schüssel liegen Tomaten und eine Gurke, ein Eissalat und auch Zwiebeln, tob dich aus. Und nebenher kannst du Fragen stellen ... ich sehe dir doch an, daß du neugierig bist, und zögerst zu fragen. Achja, willst du dein Steak gut durch, mittel oder blutig ?"
„Uhm ... mittel, und ich sehe schon, daß du Messer gern hast.“ Steven sah es ganz gut, denn der Messerblock in der Küche war wirklich sehr, sehr gut bestückt und als er die erste Tomate schnitt, war ihm auch klar, wie scharf die Messer waren. „Ich überlege kurz, was ich zuerst frage ... uhm, also wie lange hast du diese Arbeit gemacht und ich denke, du bist dafür sehr, sehr speziell ausgebildet worden ?“
Bei der Frage hob Gabriel eine Braue - dann schmunzelte er leise und nahm Butter und die Steaks aus dem Kühlschrank, stellte die Pfanne auf den Herd und schaltete ihn an, damit die Butter schmelzen konnte. "Nun - ja, ich bin sehr speziell ausgebildet worden und meine Ausbildung begann ich mit dreizehn, als mein Mentor mich aus dem Waisenhaus holte. Ich bin schon immer dadurch aufgefallen, daß ich mir nichts gefallen ließ,und sehr selbstbewußt war - und keinerlei Skrupel habe. Es ist als Waise wichtig, das zu lernen ... und mein Mentor suchte nach genau einem solchen Kind, und ich bin ihm noch immer sehr dankbar dafür. Er bildete mich aus und meinen ersten Einsatz absolvierte ich mit sechzehn mit ihm zusammen, und eigenständig bin ich seit meinem zwanzigsten Lebensjahr. Aber seit zwei Jahren bin ich eigentlich in meinem wohlverdienten Ruhestand und dachte, hier in dieser kleinen Stadt kann ich in Ruhe Lehrer sein. Nun ... wie wir sehen, leider nicht immer. Ich hoffe aber, daß so etwas nicht wieder vorkommt - und der General weiß auch daß ich das nur gemacht habe, weil es wichtig war. Und weil ich dadurch zehn Stipendien heraushauen konnte."
Bei den letzten Worten schnitt Steven sich fast in den Finger, denn er war doch ein wenig abgelenkt gewesen. „Uhm ... zehn Stipendien ? Also du spendest dein Geld dafür ?“ Er fragte nach und wußte, daß ein Stipendium verdammt teuer werden konnte. Natürlich war auch das Aufwachsen von Gabriel mehr als nur interessant gewesen, aber das Letzte zeigte dem Dunkelhäutigen, daß er das Geld nicht einfach einsteckte, sondern etwas Gutes damit tat.
"Natürlich nicht alles - doch ein wenig schon. Und das jetzt wollte ich direkt hergeben da ich nicht einsehe, daß der General nicht zahlen soll, wenn er mich noch einsetzen will. Gut, es war wichtig - aber deshalb habe ich auch so viel gefordert. Und es wird von einem anonymen Spender kommen, Niemand wird die Gelder in der Schule mit mir in Verbindung bringen. Und bevor du fragst - ja, ich vertraue darauf, daß du schweigst. Ich habe mich schon vor meiner Bewerbung über alle Lehrer und den Direktor erkundigt und ich weiß, daß du ehrlich und vertrauenswürdig bist, Steven." Inzwischen hatte Gabriel ihnen die Steaks angebraten und gab sie auf Teller, stellte sie an den Tisch und nahm aus dem Schrank eine fertige Essig-Öl-Salatsoße heraus, gab sie dem größeren Dunkelhäutigen und lächelte etwas schief. "Ich mag diese fertige Soße, sorry - es ist einfacher und wie gesagt, mir schmeckt sie. Einfach drübergeben, fertig."
„Ah, ich verstehe ... und ich kenne das Dressing auch. Es ist wirklich lecker und ich hoffe, es geht so beim Salat.“ Denn er war beim Schneiden nicht so ordentlich - aber schmecken würde es wohl trotzdem, und so setzte er sich nun mit an den Tisch und das große Steak sah wirklich großartig aus. „Vielen Dank und einen guten Appetit.“
"Danke dir ... laß es dir schmecken. Erzählst du mir, was du denkst ? Du warst sehr ruhig bisher ..." Es war kein Vorwurf doch Gabriel war neugierig, was Steven dachte und wie er reagierte. Denn all das war doch sehr viel, und der etwas ältere Killer hatte bisher noch keinem so viel von sich erzählt.
„Uhm ... ich bin selber noch am Überlegen, wie ich ausdrücke, was ich denke. Ich bin gerade erst dabei, daß mir ganz klar wird, was passiert ist. Also ich halte nicht viel vom Töten, aber ich denke ich weiß, daß es hin und wieder nötig ist, um noch mehr Leben zu retten. Nur wenn wild herumgeschossen wird und allgemein bin ich eher gegen Waffen. Genau wie gegen Kriege aber ich denke, die Menschen werden sich da nie ändern, was das angeht.“ Man sah ihm an, daß er jetzt doch ernster wurde. „Aber jeder hat seine Meinung und ich weiß, daß Heute wahrscheinlich die Schüler und alle, die dort waren, schneller gerettet wurden und daß diese Männer uns erschossen hätten, wenn du nicht gleich so reagiert hättest.“
"Genauso ist es, Steven. Ich bin kein Freund von den Idioten, die sich zum Sport Waffen kaufen uund dann durchdrehen. Oder von gewissenlosen Söldnern, denen die Aufträge völlig egal sind - mein Mentor achtete immer darauf, daß die Aufträge auch einen guten Grund hatten, und ich beherzige das ebenfalls. Hier war das Problem, daß es Profis waren - sonst hätte ich sie nicht töten müssen, sondern betäuben können. Und ich gehöre auch nicht zu den Menschen, die es genießen, zu töten ... ich habe ein Gewissen und einen Codex, auch wenn man es nicht glauben mag." Während er sprach, nahm Gabriel immer wieder einen Bissen seines Steaks oder von dem Salat, den er sich in eine der kleineren Schüsseln gefüllt hatte, doch er hatte Steven zugehört und lächelte nun kurz, als er endete. "Auch wenn ich mich in der Schule immer sehr kühl und unnahbar gebe, bin ich es nicht immer ... ich will nur nicht die ganze Zeit angegraben werden."
„Mein Bauchgefühl bei dir war auch nie wirklich schlecht. Also auch jetzt, wo ich weiß, daß du ein Killer warst. Auch wenn du immer so kühl warst hab ich versucht, mit dir wegen den Kids zu sprechen ... auch wenn ich da immer etwas mürrisch war. Aber ich mag dich schon ganz gern.“ Jetzt lächelte Steven und er nahm weitere Bissen von seinem Steak, denn er wollte nicht, daß es kalt wurde, und es schmeckte auch verdammt gut. „Und wärst du offener und wärmer gewesen denke ich, ich hätte wirklich schon versucht, mit dir zu flirten.“ fügte er jetzt an.
Als er das hörte, hob Gabriel wieder eine Braue - dann schmunzelte er leise, nahm selbst noch einen Bissen und aß ihn, ehe er ihn anlächelte und fragte. "Dann war das vorhin mit dem Essen aus dem Diner eine indirekte Anfrage nach einem Date ? Wenn ja ... würde es mir gefallen. Und um ehrlich zu sein, deine mürrische Art bei Anderen und die herzliche und fürsorgliche Ader bei deinen Jungs gefallen mir."
Jetzt grinste Steven etwas. „Ich bin selber so aufgewachsen, und hatte einiges zu tun. Ich denke aber, die Info hast du auch schon. Und ja, das wäre sozusagen ein geheimes Date, weil ich da noch nicht ganz wußte, ob du dem zusagen würdest.“ So konnte man sich eher hintenherum wieder treffen und gemeinsam essen, was man schon als Date sehen konnte. Wie warm Gabriel sein konnte, hatte er schon bei der Berührung im Physikraum gemerkt.
"Ja, ich weiß ein wenig über dich - aber ich würde gerne noch etwas mehr von dir selbst erfahren, das finde ich schöner." Während er sprach, legte Gabriel sein Geschirr zusammen, da er fertig war und stand auf, um es in den Geschirrspüler zu stellen. Dan km er zu Steven zurück und neigte sich zu ihm, um ihn für einen Moment leidenschaftlich zu küssen. Erst nach einigen Herzschlägen löste Gabriel sich wieder und lächelte, als er sich aufrichtete. "Ich bin ehrlich zu dir ... wenn du jetzt nicht weitergehen willst, sag es mir bitte. Denn noch kann ich mich beherrschen und dich wieder heimfahren, Steven."
Steven hatte den Kuß wirklich genossen und leckte sich jetzt doch kurz über die Lippen, und blickte zu Gabriel auf. „Ich denke, ich würde sehr, sehr gern hierbleiben. Deinem Kuß kann ich einfach nicht Nein sagen, und ich hatte auch so schon ein Auge auf dich geworfen.“ Zwar war es bei ihm erst vor kurzem gewesen, als er den Blick auf den sexy Hintern hatte erhaschen können - aber das mußte er jetzt auch nicht sagen. Trotz seiner kühlen Art war Gabriel doch sehr lockend gewesen, nur hatte Steven sich wegen der kühlen Art nicht an ihn herangewagt.
Der etwas Ältere schmunzelte leise und wisperte ein ebenso leises "So ? Gut. Und jetzt iß auf, damit wir uns einer anderen Art von Hunger widmen können, hm ?", ehe er damit begann, auch die Pfanne und das restliche Geschirr, das sie zur Zubereitung benutzt hatten, in den Geschirrspüler zu räumen. Es war eine Eigenart von ihm, das gleich zu erledigen, damit die Küche wieder sauber war und er wischte auch kurz über den inzwischen kalten Herd und die Arbeitsflächen, und räumnte einige Dinge wie die Salatsoße wieder weg.
„Gern, und du kannst mich auch kurz Stev nennen.“ Steven lächelte und aß zügig auf, schlang aber nicht ... und als er fertig war, nahm er das Geschirr und brachte es gleich zu dem Geschirrspüler. Gabriel war wirklich sehr ordentlich, aber das mußte man mit dieser Ausbildung ganz sicher auch sein.
"Danke dir. Und .... Stev ? Okay, aber nur hier. Und hier kannst du mich auch Gabe nennen, aber bitte niemals außerhalb." Es war ein sehr großes Zugeständnis des schlankeren Killers - doch er mochte Steven und daß dieser ihm eine Kurzform anbot, machte es ihm leichter. Während sie redeten, räumte Gabriel noch das restliche Geschirr ein und da nichts übriggeblieben war, stellte er auch den Geschirrspüler an und lächelte schließlich genießend zu dem Größeren auf. Ohne weiter zu zögern, trat Gabriel näher und drängte Steven sanft an die Arbeitsplatte, sich ein wenig an ihn und legte die Hand in dessen Nacken, zog ihn zu sich herab und küßte ihn erneut, jdoch ein wenig ruhiger.
Der Kuß wurde auch gleich erwidert und Stev legte einen Arm um Gabe, und zog ihn etwas dichter an sich heran. Nach dem Kuß knurrte er weich und ließ ihn wieder los, denn es sollte ja nach oben gehen. „Besser, du zeigst mir, wo dein Bett ist ... sonst wirst du hier vernascht.“
Das ließ den Schlankeren leise schmunzeln und Gabriel nickte, löste sich völlig und ging ihnen vor. Als er bei der Treppe nahe der Haustüre ankam, gab Gabriel noch den Code in die Alarmanlage ein, ehe er die schöne, breite Holztreppe nach oben ging und dann den Weg in sein Schlafzimmer einschlug.
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